19.11.07

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04.03.07

Berliner PAUSE

... muss auch mal sein ...

moblog Berlin, Hertha, funkelnagelneu 039

... hier gerne weiterlesen: ringfahndung.de
... hier gerne weitervoten: lieblnk.de

03.01.07

Berlin am Mittwoch, den 3. Januar 2007

Unser “Dorf” soll sicherer werden. Dies fordert zumindest Polizeipräsident Glietsch und will die Polizeipräsenz in Berlins Problemkiezen verstärken. Die “Kobs” (Kontaktbereichsbeamte) bzw. “Smöbs” (Sachbearbeiter mit örtlichem Bezug) sollen nun die Intensivierung der Kontaktbereichsbetreuung übernehmen. Hierbei wundert sich der Berliner nicht nur über die innovativen Bezeichnungen der Beamten. Wie die Hauptstadt wieder zu “Dorfpolizisten” kommen soll ist bei dem derzeitigen Personalmangel unklar.

Ein Teil der Berliner Beamten wird vorerst vor einem Bauzaun patrouillieren. Denn in der Ahmadiyya Gemeinde in Pankower Ortsteil Heinersdorf befürchtet man, dass der Moscheebau durch aufgebrachter Anwohner und Moschee-Gegner gestört wird.

Auch die CDU will mit einer Einsatzgruppe vor Ort Präsenz zeigen. Man möchte sich um die Aktivierung der Parteiarbeit in den Ost-Bezirken kümmern. Die “Taskforce” wird vom parlamentarischen Geschäftsführer Mario Czaja und Generalsekretär Frank Henkel geführt werden.

Im neuen Jahr ist in Berlin das fehlende Geld wieder ein Thema. Der Einzelhandel lockt zu Beginn des neuen Jahres mit vielen Sonderangeboten. Laut einer grossen Elektronikmarktkette herrscht Ausnahmezustand in Berlin. Man verspricht neben niedrigen Preisen 19 Prozent Rabatt.

Bei den wirtschaftlichen Perspektiven sieht es in der Hauptstadt bekanntlich nicht gut aus. Laut einer Studie der Ratingagentur Feri hängt nun “selbst” Potsdam Berlin wirtschaftlich ab. Unterm Strich ist es in beiden Städten um die wirtschaftlichen Perspektiven jedoch eher mäßig bestellt. Laut Studie wird die Wirtschaftsleistung in Potsdam um 19,2 Prozent und in Berlin um 16,7 Prozent bis 2013 steigen.

4 Menschen sind eine Versammlung

Da Brandenburg eher ein dünnbesiedeltes Gebiet ist, gelten vier Menschen schon als genehmigungspflichtige Versammlung. Dass diese auf Bäumen saßen um gegen eine Alleenrodung in Rüdnitz zu protestieren, ist sicherlich nicht der Grund für das beherzte Einschreiten der Ordnungsmacht in Grün. Oder sollte gar ein unfriedlicher Verlauf, wie er in Berlin nur 4 Mal im Jahr vorkommt, verhindert werden?

Wir lernen daraus: Werter Leser, passen Sie beim nächsten Picknick am Baggersee auf. 5 Menschen auf einer Decke sind sicher schon eine terroristische Vereinigung.

Zur Protestaktion der Grünen Liga und von Robin Wood wird sich unser Reporter aus dem Berliner Norden Karl-Heinz in den Abendstunden sicherlich noch melden!

5,57 Demonstrationen pro Tag

Diese wunderbare statistische Wert ergibt sich aus der offiziellen Pressemeldung der Berliner Polizei zum hauptstädtischen “Dafür”- und “Dagegen”-Gedrängel im Jahr 2006. Insgesamt 2.034 Demonstrationen, von denen nur 0,2 einen “zum Teil unfriedlichen Verlauf” hatten. Das ist doch mal eine positive Nachricht. Oder? Man kann auch den Unterschied zwischen “Aufmarsch” und “Kundgebung” lernen. Toll.

Was leider nicht aus der Mitteilung hervorgeht, ist der Anteil an Aufzügen, die wir genießen, weil der Reichstag und andere Institutionen hier angesiedelt sind. Anders gefragt: Wie viel Demonstrationen mit rein berlinspezifischen Inhalten gibt es jährlich? Und wie viele waren angemietete Demonstraten?

Von den Vorteilen ein Berliner zu sein. Teil 1

Selbstverständlich wird Weinachten bei Mutti verbracht. Ehrensache. Ein Schuft, wer das nicht tut. Die Weihnachtszeit sind also genau die Tage des Jahres in denen Berlin am einsamsten ist. Alle zugezogenen arbeitslosen Künstler und zwangsversetzten Beamte hauen über die Feiertage ab. Mütter der Republik freuen sich und die Restberliner jammern über Ödnis.

Für die Berliner die es nicht kennen können folgendes Szenario: Städte wie Bielefeld, Unna oder Kassel, aus denen der aufstrebende Teil der Bevölkerung kurz nach Ausbildung oder Studium abhaut, sind an Weihnachten proppevoll. Jedes Scheißkaff hat zwei bis drei Kneipen, in denen die ausgewanderten zu Weihnachten alle diejenigen treffen, die ihnen zu unwichtig waren, um unter dem Jahr Kontakt zu halten. Man fällt sich in die Arme, tauscht Erfolgsgeschichten und Tragödien des letzten Jahres aus und betrinkt sich ganz fürchterlich. Vorzugsweise mit Glühwein. Zum Teil nimmt das groteske Züge an. In Kassel, wo ich her komme, muss vor dem „Fez“ zu Weihnachten die Straße gesperrt werden, weil zu viele Leute bei bitterer Kälte vor dem Lokal rumkreischen. Dabei ist der Laden eigentlich total ätzend. Meistens halb leer und die wenigen Gäste möchte man besser nicht kennen. An Weihnachten weiß aber jeder wo er hin zu gehen hat.


Meine Mutter dabei, wie sie sich freut

Wer aus Berlin angereist kommt, ist klar im Vorteil. Gegenüber den Verbissenen aus Stuttgart und den Bankern aus Frankfurt. Berlin ist sexy. Und das färbt ab. Auch wer in der Hauptstadt ordentlich strampeln muss, um mit dem kargen ALG2 über die Runden zu kommen und nur mäßig erfolgreich in Karriere und Familienplanung ist, hat plötzlich viele neue Freunde. Nie ist es so einfach, jemanden für weihnachtliches Geschmuse zu finden. Oder für wilden Affensex. Je nach Vorliebe. Es reicht zu erwähnen, dass man aus Berlin kommt und das Leben der Bohême führt und die Herzen fliegen einem zu. Klingt merkwürdig, ist aber so.

Das wäre auch was für die echten Berliner, die gerne mal was neues erleben möchten. Wem die Stadt an den Feiertagen zu öde ist, kann ja einfach mal eine Tour durch mittelgroße deutsche Orte unternehmen. Das Internet hilft einem die einschlägigen Locations zu finden. Meldet Euch bei stayfriends.de oder newintown.de an und fragt dort mal ganz dumm, wo man denn so hin geht. Dann an den Rand des Geschehens gestellt und lautstark über die Altbauwohnung im Osten, tägliche Vernissagen und marodierende Nazihorden schwadroniert. Bei genügender Penetranz garantiere ich eine gute Zeit. Selbst bei minimalem Organisationstalent sollte man jeden Tag ein bis zwei Orte abarbeiten können. Marburg, Gießen, Friedberg und Mannheim sind schließlich nah beieinander. Problem: Wie verteile ich die neuen Silvestergäste so geschickt, dass sie sich nicht begegnen? Am besten einfach alle zur Party am Brandenburger Tor schicken. Es scheint, als ob jede jugendliche Arschfresse der Republik zum Jahrewechsel andere Alkoholiker unter der Quadriga hindurch schupsen möchte. Da kann man den oder diejenige schnell auch wieder verlieren. Praktisch.

Das ist nicht herzlos! Das ist es wirklich nicht. Das ist Selbstschutz. Was man nämlich dringend vermeiden möchte, sind echte Gefühle. Entweder hat man plötzlich eine Wochenendbeziehung nach Darmstadt an der Backe und das kann man unmöglich wollen. Oder es gibt kurz darauf diese neue Mitbewohnerin die man kaum kennt, die alle Brücken nach Wismar abgebrochen hat, ungefragt die Computerheftsammlung weg schmeißt um Platz für den Stepper zu haben. Täglich bricht sie in Tränen aus, weil sie merkt dass das Leben der Bohême so schweinisch teuer ist, dass es sich eigentlich nur Leute mit festem Einkommen leisten können.

Ein offener Brief an Wowi!

Der gute Herr Wowereit (Berliner Bürgermeister) war im Dezember sehr ehrlich. Er wurde gefragt, ob er denn seine Kinder in Kreuzberg zur Schule schicken würde. Er antwortete mit NEIN. Ich bin ebenso mit Vorurteilen über Kreuzberg behaftet und habe deshalb den offenen Brief von Kreuzberger Eltern an Klaus Wowereit mit einer Menge Interesse gelesen. Jetzt weiß ich mehr und kann diesen Brief nur unterstützen! Zu finden ist dieser auf spreeblick.com.

Hier der Link zum Brief >>

Die Funktion von großen, populären Blogs wird mir in solchen Situationen auch immer wieder deutlich. Es gibt durch sie einfach die Chance einer konstruktiven Meinungsäußerung eine größere Reichweite zu verschaffen.

Lust auf… glücklich sein?

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Wenn ein junges aus Malmö stammendes Fräulein mit rotem Kleidchen, amélieartigem Pagenkopf und Schleifchen im Haar auf der Bühne steht und auf einem Melodion pfeift, dann ist das schon fabulös. Und wenn besagtes Fräulein dann noch mit herzerwärmender Stimme Songs singt, die einen wahlweise zum beschwingten Mitwippen animieren und im nächsten Moment einen Melancholieanfall auslösen, dann ist das Bobby Baby.

Donnerstag, 28. Dezember 2006, SchokoLaden Berlin. Es ist Lo-Fi-Night. Bobby Baby betritt die Bühne. Ein wenig verlegen steht sie da und schaut mit braunen Rehaugen schüchtern in die Runde. Sie sagt witzige Dinge. Beim Singen zupft sie nervös am Kleidzipfel und wenn ein Song etwas leichtfüßiger daherkommt, dreht sie sich kindlich im Kreise.

Ella Blixt ist 22 Jahre alt, lebt seit September in Berlin und begann vor 12 Jahren Musik zu machen. Erst vornehmlich gitarrenlastig. Dann kam das Piano. Jetzt kombiniert sie dies wahlweise mit Querflöte, Glockenspiel, Melodion oder welches Instrument sie auch immer auf einem Flohmarkt ergattern konnte. Noch ein wenig Synthesizer: Und fertig ist der unvergleichliche warm-wehmütige Inditronic-Klang zum Verzweifeln, unter die Bettdecke kriechen oder sich in einen einsamen am Strand gelegenen Strandkorb wünschen.

In Berlin wird es kalt.

Bobby Baby verbreitet Wärme.
Also: Fenster auf, Schnee angucken, Bobby hören und glücklich sein.

>> Die Musik gibt es kostenlos auf bobbybaby.net zum Herunterladen
>> Mein persönlicher Downdload-Tipp: „Bobby

Die Schildermafia von Kreuzberg

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(foto: photocase/urbanguerillero)

Ich bin ja eigentlich kein Frühaufsteher. Doch heute morgen war alles anders. Ein Besuch der Berliner Zulassungsstelle machte es nötig. Um 5:30 Uhr aufstehen - ich hasse es. Gleichwohl ist es schon geil so früh am Morgen mit dem Auto durch Berlin zu düsen und die Stadt langsam erwachen zu sehen. Wie auch immer. Mein Ziel in Kreuzberg war das “Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten - Referat Kraftfahrzeugzulassung”.

Pünktlich um 7:30 Uhr war ich dort und sah, wie gegenüber des behördlichen Backsteinbaus eine Baracke nach der anderen erleuchtete. KFZ-Versicherungen und Schilder gibt es dort. Letztere braucht man ja, wenn man ein Auto an- oder ummeldet. So wie auch ich. Vorm Ein- und Ausgang der Zulassungsstelle sammelte sich langsam eine Meute von Wegelagerern. Schon beim Reingehen sprachen mich drei türkischstämmige junge Herren an. Ob ich denn neue Kennzeichen bräuchte. Noch nicht, war meine Antwort.

Als ich nach der ordnungsmäßigen Erledigung der behördlichen Angelegenheiten wieder einen Fuß vor die Tür setzte, waren die Herren sofort zur Stelle. Diesmal brauchte ich Schilder und ließ mich auf ein Gespräch ein. Das Argument des jungen Mannes, welches mich dazu bringen sollte, zu seiner Schilder-Baracke zu kommen, war einfach. “Bei uns bekommen Sie 10 Euro Rabatt auf den Listenpreis hier in der Straße.” Listenpreis? “Ja, 45 Euro.” Für zwei Blechschilder? “Bei uns bezahlen Sie nur 35 Euro.” Nee, Danke.

Ich bin ja nicht ganz blöd. Kürzlich las ich in der Berliner Zeitung über die Abzocke und das unrühmliche Treiben der sogenannten “Schildermafia” vor den zwei Berliner Zulassungsstellen. Also befolgte ich die Tipps, suchte mir einen unaufdringlichen Händler am Ende der Straße. Und siehe da: 25 Euro für zwei neue Kennzeichen. Finde ich zwar immer noch teuer, aber sei’s drum. Dafür bin ich auf der Straße jetzt auch ein Berliner. Und darf in der brandenburgischen Heimat endlich mit 60 Sachen über die Landstraße schleichen, ohne das sich jemand wundert. ;-)

>> Für alle, die auch bald neue Kennzeichen brauchen, der Link zum Artikel in der Berliner.

Weihnachten 2006 - ein Rückblick

Es ist Mittwoch, 01:03 Uhr. Weihnachten 2006 ist seit 63 Minuten Geschichte. Ich sitze im Bett und kann nicht schlafen. So wie die letzten drei Tage schon. Mein Bauch ist irgendwie angespannt. Völlegefühl nennt man das wohl. Was mich zu der Frage bringt, ob es allein der Druck in meinem Magen ist, der von diesem Weihnachtsfest übrig bleibt.

Angefangen hat alles am ersten Dezember - so wie jedes Jahr. Das erste Türchen im Adventskalender versprach nichts Gutes. Der Inhalt schmeckte alt. Ganz so als wäre die dunkelbraune Masse schon seit drei Jahren in diesem Billigteil gefangen gewesen. Wahrscheinlich war sie es sogar. Ich habe trotzdem jeden Tag aufgegessen. Bin halt aus dem Osten.

Glühwein half an manchen Tagen. Abends auf einem der vielen Weihnachtsmärkte. Diese Orte der Wärme waren sowieso meine Zufluchtsstätten in diesem Dezember. Und Glühwein geht immer, am liebsten aus Finnland. Nennt sich dann Glöcki und schmeckt dreimal besser als das süße Gesöff aus deutschen Landen. Ich habe sogar fleißg eingekauft auf den Berliner Weihnachtsmärkten. Je einen Muff für die Zwillingstöchter meiner Schwester - Handarbeit, ebenfalls aus Finnland. Orangefarbene Filz-Handschuhe für das Neugeborene eines guten Freundes. Schmuck, Bratwürste und immer wieder Glühwein. Das absolute Highlight: Elchgulasch! So zart wie Geflügel, womit wir wieder beim Völlegefühl wären.

Viel mehr habe ich vorm Fest nicht mitbekommen von Weihnachten. Die Tage verrannen vornehmlich im Büro. Viel Arbeit am Ende dieses Jahres. Die Lichterkette im Fenster hinter meinem Schreibtisch leuchtete fast jeden Abend. Zuhause habe ich gar nicht geschmückt. Wozu auch. Da taten es die Kerzen, die ich eh jeden Abend im Fenster zu stehen habe, seit die Tage kürzer sind. Warum man Kerzen ins Fenster stellt, hat mir kürzlich irgendwer erklärt. Damit einen der Weihnachtsmann findet und Geschenke bringt. Oder das Christkind, hab nicht so genau zugehört. Vorbei kam jedenfalls niemand.

Heiligabend, vormittags auf der Autobahn. Der Weg führte nach Westen. Und doch tief in den Osten. Sachsen-Anhalt - das Land der Frühaufsteher. Herzlich Willkommen! Am liebsten hätte ich gleich wieder umgedreht. Ich weiß nicht was schlimmer ist: Drei Tassen Billig-Glühwein mit extra Zucker auf Ex oder Weihnachten in Sachsen-Anhalt. Nimmt sich wahrscheinlich beides nichts.

Immerhin: Der Baum war dieses Jahr wenigstens echt. Schade nur, dass Mutter Natur bei der Fichte die Äste vergessen hatte. Der Baum musste angeblich neuen Pflastersteinen weichen. So ist das in Sachsen-Anhalt: Hauptsache Beton! Weil am Stamm so viel Platz war, hatten sich die Schmückenden entschieden, einen Schokoladenweihnachtsmann an ihm zu befestigen. Nun hing er da. Sein Hals in einen goldenen Strick gehüllt, zog es ihm fast den Alu-Mantel aus. Kein schöner Anblick! Da zünde ich jeden Abend in meinem Berliner Fenster eine Kerze an, damit er mich findet, und dann hängt der Weihnachtsmann erdrosselt an einer abgesägten Fichte in Sachsen-Anhalt. Ist wohl nicht früh genug aufgestanden der Ärmste.

Bescherung machen manche am liebsten schon nach dem Frühstück. Ich konnte es immerhin bis nach dem Kaffeetrinken hinauszögern. Gegen Weihnachtslieder konnte niemand was sagen. Noch dazu wenn ich sie singe. Ein klein wenig Kultur muss schließlich sein. Blöd nur, wenn man textmäßig immer nur die ersten Zeilen kann. Also ran an die Westpakete, aber bitte nicht achtlos aufreißen! Das hübsche Papier kann man nämlich im nächsten Jahr nochmal verwenden. Bitte? Ja, einfach zusammenfalten und auf den Stapel legen. Vielleicht sollte ich auch mal früher aufstehen.

Nach den Geschenken kam nicht mehr viel. Zwei Tage Frühstück, Mittag, Kaffee und Kuchen, Abendbrot. Die Snacks beim Nachtprogramm nicht zu vergessen. Wahlweise Hackfleichgebilde mit zu viel Oregano oder pappige Chili-Chips. Und alles immer schön mit reichlich Kräuterschnapps runtergespült. So ließ sich das große Fressen einigermaßen aushalten.

Aprospos fressen, mein Bauch fühlt sich schon besser an. Es scheint, als würde mir nicht mal das Völlegefühl erhalten bleiben. Wenigstens kann ich jetzt schlafen. Und Weihnachten 2006 vergessen. Im Traum werde ich noch schnell den Weihnachtsmann vom Baum losbinden, ihm Asyl in Berlin gewähren und dann ist endlich Schluss. Gute Nacht allerseits und auf Weihnachtssehen im nächsten Jahr!

Ich will Feuerwehrmann werden Hamburg vs. Berlin


Feuerwehr Eimsbüttel

uploaded by svensonsan

In der letzten Woche hatte ich mehrmals das Vergnügen etwas über Feuerwehrmänner zu hören.

Es begann in Paris. Eine junge Kellnerin erzählte mir mit großer Begeisterung von ihrem Feuerwehrmann der immer Sonntags vorbeikommt, sie massiert, etwas kocht und anschließend vögeln sie fröhlich durch die Gegend und der Post Coital Kuschel-Moment war wohl auch ganz toll.

Ein paar Tage später hatte ich im Lichtenstein das Vergnügen ein Gespräch dreier Damen zu belauschen. Es ging um solche Themen wie ‚Kind vom Zahnarzt, Affäre mit dem Kinderarzt’ etc … der übliche Mädchenschnack. Nach einer Weile kamen aber auch sie auf den Feuerwehrmann der einen Dame. Mit Uniform, er kann kochen, er ist sportlich und der Gedanke sich sexuell von einem Feuerwehrmann retten zu lassen löste allgemeine Erheiterung aus.

Jetzt frage ich mich natürlich was die Mädchen an den Feuerwehrmännern so toll finden.
Die Uniform?
Das sie Katzen von Bäumen retten?
Das sie die vielen Gehirn-Bröckchen eines Selbstmörder von Bahngleisen auflesen?
Das sie mit schwerem Gerät die Matsche aus zerquetschten Autos raus schneiden?

Ich weiß es nicht. Aber ich überlege ob ich nicht doch Feuerwehrmann werden soll. Dann bekomme ich eine Uniform, kann Feuer löschen und Katzen von Bäumen retten. Werde ich demnächst mal in Eimsbüttel nachfragen, die sind gleich um die Ecke.

Mit der Feuerwehr in Berlin hatte ich nur nette Erlebnisse, glücklicherweise ist nie etwas wirklich Schlimmes passiert, abgesehen von den ganzen Geschehnissen bei der Lebenshilfe, aber bei Todesfällen kommen die auch nicht mehr und die paar Feuer haben sie immer im Handumdrehen gelöscht. Einmal hat es richtig gebrannt, in der Isländischen Strasse, aber die tollen Feuerwehrjungs haben in fünf Minuten den Brand gelöscht. Das war Morgens um fünf, ich habe Kaffee gekocht und mit der Nachbarin vom Balkon zugeschaut.

Wer hier gewinnt, ich weiß nicht, ist auch egal.
Feuerwehr ist toll, egal wo. Vielen Dank für die Feuerwehr. Immer wieder gut zu wissen, das sie kommen wenn man sie braucht.

Feuerwehrmann Hamburg vs. Berlin 112:112

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Saddam, seine Hinrichtung und das Internet, die doppelte Seuche

Das Internet ist eine Seuche.
Der Irak übrigens auch, total verseucht.

Das meint der "Aussenpolitische Sprecher" des deutschen Leitmediums Sueddeutsche, Stefan Kornelius.

Die Seuche Internet garantiert, dass die Bilder auf immer abrufbar sein (...) werden. (...) In einer gewaltdurchseuchten Gesellschaft wie im Irak (es folgt politisch korrektes Geseier) (...)

Nun, dann bin ich eindeutig verseucht. Passt ganz gut zu dem mittelalterlichen Gefühlen, die man bei öffentlichen Hinrichtungen sowieso schon hat.

Fraglich, ob ich je wieder in Bayern einreisen, geschweige denn das Internet noch einmal nutzen darf. Die Tagesthemen werde ich wohl auch nicht mehr schauen dürfen, ohne mich zu schämen.

Call it a badge, sticker, button, or whatever you'd like.
Get yours below and link wherever you like.

verseucht.png

- oder den hier, wie ich eben sehe.
Seuche.png

- oder selber einen machen.

VIA

FUBAR

FUBAR, „Fucked Up Beyond All Recognition“
Auf deutsch so etwas, wie „Total im Arsch“

Für den Fall, dass eure Kinder total verseucht nach Hause kommen und ihr wissen wollt, was los ist.

Blog, in gute Hände abzugeben

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Der POPblog, drei Jahre alter Blogmischling und in seiner Jugend bereits schon von intro Lesern ausgezeichnet -sowas-, fristet derzeit ein trauriges Dasein. Ich habe leider und einfach zu wenig Zeit, dem Projekt weiter Leben einzuhauchen.

Schweren Herzens möchte ich ihn nun in gute Hände abgeben. Bitte nur ernst gemeinte Zuschriften, bitte nur mit Bild.

„Neuartiges Rundfunkgerät“

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Nun, für 5,52 EUR im Monat könnte es sich die ARD (und andere Nutzniesser) schon mal bitte erlauben, die Radiotheorie des großen Herrn Brecht Wirklichkeit werden zu lassen.

Mein Vorschlag, ein Kulturmagazin für Vlog- und Blogbeiträge. Die Deutsche Welle Das Deutschlandradio machts ja vor. Frohes 2007, nochmal, meine Lieben.

Frohes 2007

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Für alle, die wie ich, wieder einmal "Der Neunzigste Geburtstag" verpasst haben, noch ein Link zum "Dinner for one".
Scheint der Standardgruß in Blogs geworden zu sein.
Gefunden, hier und hier; hier und hier. Also here - und hier nicht.

Ob diese "schlimme-Augen-Suppe" zu Neujohr auch eine "same procedure as every year" ist?

Einerlei:
ALLEN LESERINNEN EIN FROHES 2007.

Filmzitat zum Jahreswechsel


Nein! Nichts Anderes! In deiner Vorstellung nur!
Vergessen musst du das, was früher du gelernt.

-Joda-
Star Wars - Das Imperium schlägt zurück (via)

Selbsterinnerung

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Will mich daran erinnern, wie jedes Jahr zu Sylvester, dieses Jahr Seenotraketen fürs Feuerwerk zu kaufen!

Die sehen doch am Besten aus.

Saddams Execution

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Das ungute gute Gefühl seit der Hinrichtung Saddam Husseins hat sich verfestigt und ist verflogen zugleich. Spätestens seit dem Handyvideo von seiner Hinrichtung.

Mercedes Bunz schreibt dazu:

Heute sind Medien inklusive diesem hier der Marktplatz des Mittelalters. Und wir gucken zu. Erstaunt. Überrascht. Empört. Erleichtert. Fasziniert.

via

Digitale Boheme, nun auch mit Logo

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Treffen sich drei Deutsche, gründen sie einen Verein.
Treffen sich drei Blogger, machen sie ein Logo - oder zumindest einen Button.

Als Konvergenz dieser beiden Regeln gibt es jetzt zu dem von Sascha Lobo und Holm Friebe geprägten Begriff der "Digitalen Bohème" ein Logo. Bezug über die Bewegtfläche.